Die Realisierung der Radschnellverbindung Nürnberg – Stein – Oberasbach – Zirndorf
nimmt weiter Gestalt an. Nachdem im Dezember 2025 der erste Abschnitt im Bereich
der Kleingartenanlage in Zirndorf für den Verkehr freigegeben wurde, richtet sich nun
der Fokus auf den weiteren westseitigen Ausbau in Richtung Zirndorf-Leichendorf.
Damit soll einerseits die Lücke zum bereits bestehenden Biberttalradweg geschlossen
als auch die zentrale Radverkehrsachse in West-Ost-Richtung zwischen Nürnberg und
dem Landkreis Fürth Schritt für Schritt zu einer durchgängig leistungsfähigen
Verbindung weiterentwickelt werden.
„Der Bau des Westabschnitts der Radschnellverbindung ist ein Meilenstein für den
Radverkehr in unserem Landkreis. Wir schaffen damit eine umweltfreundliche
Alternative zum motorisierten Individualverkehr und verbessern gleichzeitig die direkte
Anbindung der Gemeinden mit der Großstadt Nürnberg“, betont Landrat Bernd Obst.
Auch Marcus Spath, erster Bürgermeister der Stadt Zirndorf, unterstreicht die Bedeutung des Projektes und hebt die verbesserte Verkehrssicherheit für die Radfahrenden und die Attraktivität der Verbindung hervor.
Welches Potential der Radschnellweg für die zukünftige Mobilität im Landkreis bietet,
wird nicht zuletzt durch die aktuellen Ergebnisse der Studie „Mobilität in Deutschland“
(MiD) unterstrichen. Diese zeigen, dass im Landkreis Fürth nur rund fünf Prozent der
Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt werden, während 51 % auf den motorisierten
Individualverkehr entfallen. „Der Radschnellweg bietet damit auch die große Chance,
den Modal Split zu Gunsten des Radverkehrs zu verändern und den Radverkehr als
wichtigen Baustein einer zukunftsfähigen und nachhaltigen Mobilität im Landkreis
dauerhaft zu stärken“, so Landrat Obst weiter.
Erste Radschnellverbindung Nordbayerns
Der Westabschnitt, welcher sich von der Jordanstraße in Zirndorf bis zur Kreuzung der
Rothenburger Straße (Staatsstraße 2245) mit der Schwabacher Straße erstreckt, soll
die erste Radschnellverbindung Nordbayerns um ca. 1,2 km erweitern. Die Strecke
soll in unterschiedlichen Querschnittsvariationen ausgestaltet werden. „Neben einer
4,00 m breiten Radfahrbahn mit separater Fußverkehrsführung sind auch Abschnitte
vorgesehen, welche als gemeinsame Geh- und Radwege in 5,00 m Breite zur
Ausführung kommen werden“, so Baurat Steffen Stark vom zuständigen Staatlichen
Bauamt Nürnberg.
Ein wesentlicher Bestandteil des nächsten Bauabschnitts ist die Querung der
Kreisstraße FÜ19. „Hierfür ist ein eigenes Kreuzungsbauwerk vorgesehen, um eine
verkehrssichere und möglichst kreuzungsfreie Radverkehrsführung zu
gewährleisten“, so Stark.
Aktuell laufen noch Abstimmungen mit dem Landratsamt Fürth, um die erforderlichen
baurechtlichen Voraussetzungen für den Westabschnitt zu schaffen. Im Anschluss an
die Baurechtschaffung soll die bauliche Umsetzung erfolgen. „Der Auftakt soll bereits
2027 mit der Errichtung des Bauwerks an der Westspange (Kreisstraße FÜ19)
erfolgen. Der Bau der restlichen Strecke ist für 2028 vorgesehen“, so Baudirektor
Andreas von Dobschütz, Staatliches Bauamt Nürnberg.
Neue Informationstafeln
Um einen Überblick über das Projekt zu bekommen und sich über die weiteren
Planungen zu informieren, wurden vor Kurzem zwei neue Infotafeln am geplanten
Beginn und Ende des Westabschnitts errichtet (Frauenschlägerstraße und Kreuzung
Rothenburger Straße / Schwabacher Straße). Neben technischen Details und
Erläuterungen rund um das Thema der Radschnellverbindungen kann auch der
gesamtheitliche Verlauf des geplanten Radschnellwegs von Nürnberg nach Stein,
Oberasbach und Zirndorf eingesehen werden. Weitere Informationen und aktuelle
Hinweise zum Projekt sind auf den Internetseiten des Staatlichen Bauamts Nürnberg
und der Stadt Nürnberg sowie auf der Projekthomepage
(www.radschnellverbindung.info) abrufbar.








